Dezember 17th, 2012 / No Comments » / by Alexander Drebs
Ich habe das Gefühl, in letzter Zeit sehe ich sehr häufig Neuerungen bei Facebook.
Gerade ist mir die folgende Anzeige aufgefallen:

Dort wird man aufgefordert, Facebook Places zu bewerten. Es sind alles Facebook Places (oder Facebook Pages mit Places Verknüpfung) an denen ich bereits gewesen oder von denen ich Fan bin.
Ich frage mich, welche Auswirkungen diese Bewertungen auf die jeweilige Page haben. Wird sie prominenter in der Facebook Suche angezeigt? Bislang ist mir nichts darüber bekannt. Aber es ist ein spannendes Feature, welches über die bisher bekannten, rein textlichen Recommendations auf Facebook Places hinausgeht.
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August 9th, 2012 / No Comments » / by Alexander Drebs
Vodafone Deutschland sieht sich aktuell mit dem nächsten Shitstorm konfrontiert:

Aktuell sind 27.977 Likes und 2.499 Kommentare zu verzeichnen. Es bleibt spannend, ob dieser Beitrag eine ähnliche Größe und Reichweite erreichen wird und vor allen Dingen, wie Vodafone damit umgeht.
Link zum Beitrag: http://on.fb.me/ONMQi6
Interessant: Der Ersteller des Postings ist selbst von der Verbreitung seines Beitrag überrascht: http://on.fb.me/ONNThT Dies bekräftigt meine Theorie, dass es sich um Manipulation handelt und möglicherweise abgesprochene Fälle sind.
Update, Freitag, 10.08.2012 15:00:
Der Ersteller des Postings kündigt im Kommentarverlauf an, er wolle den Post löschen. Es sei nie seine Absicht gewesen, “so etwas los zu treten”:

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August 7th, 2012 / 2 Comments » / by Alexander Drebs
Nach Vodafone Deutschland wurden H&M (nicht mehr aufrufbar), Galileo (nicht mehr aufrufbar) und McDonald’s sowie einige weitere Facebook Pages in den letzten 2 Wochen von einer außergewöhnlich hohen Aufmerksamkeit auf augenscheinlich alltägliche Chronik Beiträge einzelner Nutzers überrascht. Im Folgenden versuche ich mich an einer Theorie, welche Ursache diese sprunghaft ansteigendenden Empörungswellen (gern auch ‘Shitstorms’ genannt) haben könnten.
Die Verantwortlichen der Facebook Pages oben genannten Unternehmen sowie das Social Media Fachpublikum haben ähnliche Beobachtungen gemacht: Innerhalb von weniger als 24h kam es zu einem bis dato beispiellosen Anstieg der Kommentare und Likes unter dem Beitrag eines Nutzers, der nach Überschreitung eines Zenits merklich abnimmt. Eine umfassende Analyse dazu hat Kai Thrun durchgeführt.
Die aktuellen Aufreger unterscheiden sich von bekannten Shitstorms
Betrachtet man sich die ausufernde Kritik in Form von negativen Beiträgen in der Vergangenheit, so lassen sich einige Unterschiede zu den aktuellen Shitstorms feststellen.
Ein Fall der Vergangenheit, den ich selbst erlebt und durchlebt habe, spielte sich hauptsächlich auf der Facebook Page von Vodafone Deutschland Mitte des Jahres 2010 ab. Ein in den Augen der Nutzer beispielloses Fehlverhalten Vodafones bei der Ausspielung eines Software Updates (nähere Infos z.B. hier) führte zu unzähligen Wallposts, Blogbeiträgen, Foreneinträgen, Tweets etc.
Innerhalb kurzer Zeit gab es auf nahezu allen bekannten Social Media Plattformen (vor allem den Vodafone eigenen) Beiträge zu dem “Vodafone Update Fail” wie die Nutzer den Vorfall nannten. Vodafone signalisierte damals auf allen zur Verfügung stehenden Kanälen, dass die Kritik wahrgenommen und ernst genommen wird. Vodafone bemühte sich sehr stark um Transparenz und setzte die Nutzer über die einzelnen Schritte die ergriffen worden sind in Kenntnis. Schlussendlich spielte Vodafone ein neues Update ein, das den Wünschen der Nutzer entgegenkam und verdeutlichte, dass die Kritik nicht auf taube Ohren gestoßen war.
Warum krame ich diesen Fall heraus? Weil folgender Aspekt interessant ist: Der Shitstorm hatte mehrere Phasen. Nach den ersten einzelnen Beschwerden (hauptsächlich in UK) wurde mit zunehmender Beitragsanzahl die Kritik immer präsenter. Dieser Prozess zog sich jedoch über Tage hin, obwohl in vielen unterschiedlichen Kanläen das Thema aufgegriffen wurde. Als Vodafone das erste Status Update veröffentlichte, dass man die Kritik ernst nehme und an einer Lösung arbeite, da beruhigten sich die Nutzer und auch die Beiträge mit Beschwerden wurden weniger. Die Kritiker gaben Vodafone die Chance, sich tatsächlich mit dem Problem auseinanderzusetzen und waren an einer konstruktiven Lösung interessiert. Als Vodafone dann die Veröffentlichung eines neuen und angepassten Updates für das HTC Desire verkündete, war die Begeisterung und Erleichterung bei den Nutzern groß und Vodafone erntete sogar Lob.
Shitstorms werden losgelöst von einem konkreten Problem/Fehlverhalten
Die aktuellen Shitstorms entwickeln sich völlig anders:
Ein Nutzerbeitrag mit einer Beschwerde erlangt unerwartet viel Aufmerksamkeit in einer unfassbar kurzen Zeit. Unabhängig davon, welche Maßnahme das jeweilige Unternehmen ergreift, ob die Kritik überhaupt berechtigt oder konstruktiver Art ist, wird das Posting zum Anlass genommen sich über das Unternehmen, den Service, die Produkte, die Gesamtsituation auf der Welt, notleidende Kinder in Afrika usw. zu beschweren. Der eigentliche Anlass zur Kritik gerät völlig aus dem Fokus! Durch die Vielzahl an unterschiedlichen Beiträgen wird es dem Unternehmen nahezu unmöglich gemacht, angemessen auf die Kritik einzugehen und vielleicht sogar nach einer Lösung zu suchen.
Sehr bemerkenswert am Beispiel Vodafone: Trotz der Veröffentlichung eines Facebook Updates, dass man versuche die Userin zu kontaktieren um den Fall zu klären, ebbte die Kritik unter dem ursprünglichen Beitrag nicht ab. Vielmehr tat sich bis auf wenige Likes und Kommentare unter dieser Mitteilung nichts. Dies ist in meinen Augen nur damit zu erklären, dass sich der Beitrag inzwischen so sehr verbreitet hat (bei >140.000 Likes und einer durchschnittlichen Anzahl von 163 Freunden pro Facebook User gelangt man recht schnell zu einer beachtlichen Reichweite) und die meisten der Kommentatoren gar nichts von der Reaktion Vodafones auf die Kritik mitbekommen, da sie entweder Vodafone Deutschland nicht geliked haben oder direkt im Newsfeed kommentieren (wo ihnen der ursprüngliche Nutzerbeitrag aufgrund des Likes oder Kommentars eines Freundes angezeigt wird).
Unabhängig von den Eigenheiten des jeweiligen Falls stellt sich mir folgende Frage: Warum erhält ausgerechnet der jeweilige Beitrag dermaßen große Aufmerksamkeit? Denn: Trotz mehreren hundert bis tausend ähnlichen Beiträgen in der Vergangenheit hat es kein Beitrag auf eine so beachtliche Resonanz und Reichweite gebracht. Das Beschwerden (vor allem bei TelCos) im Social Web an der Tagesordnung sind ist nichts Neues.
Die bekannten Fälle können nicht organisch gewachsen sein!
In den vergangenen Tagen konnte man immer wieder mehr oder weniger erfolgreiche Versuche sehen, an die Größe dieser Shitstorms anzuknüpfen. Das zeigt deutlich, dass selbst Social Media Verantwortliche sich diese ungewöhnlichen Shitstorms nicht erklären können und vor der Frage stehen: Warum verbreiten sich unsere Beiträge (mit zum Teil wirklich berechtigter und konstruktiv vorgebrachter Kritik) nicht ähnlich viral wie die scheinbar wahllos ausgewählten Beschwerden bei Vodafone, H&M und Co?
Neben der viel kürzeren Entwicklungszeit der aktuellen Shitstorms gibt es auch inhaltliche Unterschiede. Anders als bei den Shitstorms der Vergangenheit ist nicht das Verhalten eines Unternehmens in einem konkreten Fall im Zentrum des negativen Feedbacks. Wer die aktuellen Kommentare unter den FB Postings mit der hohen Anzahl an Likes und Kommentaren analysiert, wird schnell feststellen, dass es sich dabei nicht hauptsächlich um “Echt krass was die sich da geleistet haben bei dir. Wenn wir alle zusammenhalten wird sich dein Fall sicher regeln lassen” oder ähnliche Beiträge handelt. Vielmehr werden dort ganz individuelle Erfahrungen in teilweise epischer Breite ausgeführt.
Spekulationen der Netzgemeinde zur Ursache der aktuellen Aufreger
An einigen Stellen im Netz wird jetzt spekuliert, ob die hohe Anzahl an Likes durch Fake Accounts oder gar Like-Buying zustande gekommen ist. Auch die derzeit kontrovers diskutierte Debatte zu möglichen Klickbots bei Facebook Ads heizt die Debatte an. Selbst “Shitstorm-Forscher” (was ich übrigens für eine amüsante Berufsbezeichnung halte) geben Interviews zum Thema. Leider verkennen sie die Unterschiede zwischen den bisher bekannten Shitstorms und den aktuellen Geschehnissen, indem sie u.a. darauf hinweisen, dass Unternehmen sich Unterstützer und wahre Fans aufbauen sollten, die dann für das unter Beschuss stehende Unternehmen Partei ergreifen.
Für den Shitstorm Forscher möglicherweise verwunderlich, doch zwischen all den kritischen Kommentatoren bei Vodafone, H&M und ganz besonders bei Galileo, sind auch Befürworter der jeweiligen Unternehmen. Diese versuchen der aktuellen Entwicklung entgegen zu wirken oder (wie bei Galileo) falsche Argumente zu entlarven. Allerdings gehen diese Befürworter in der Flut an Kritik und der für solche Auseinandersetzungen unpraktischen Baumstruktur der Kommentare von Facebook total unter.
Das zum Teil auch sensible Daten in den Kommentaren untergebracht werden, lässt die Vermutung zu, dass es sich bei der Mehrzahl der Kommentatoren um echte Nutzer und keine Fakes handelt. Auch Like Buying ist in meinen Augen auszuschließen, da gekaufte Likes keine Sichtbarkeit in den Netzwerken von Freunden erzeugen, da es ja keine echten Freunde bei solchen Accounts gibt.
Die einzig plausible Antwort in meinen Augen: Manipulation.
Ich vermute, es gab ein gezieltes Pushing eines willkürlich ausgesuchten Beitrages durch eine große Anzahl von echten Nutzern. Kai Thrun geht von einem Tipping Point von 15.000 Likes aus. Seiner Analyse zufolge setzt die organische Verbreitung bei Überschreitung dieser Like Marke ein und der Beitrag wird zum Selbstläufer. Die kurz hintereinander veröffentlichten Beiträge bei H&M und Vodafone und die lange Zeit ähnliche Entwicklung hinsichtlich Like und Kommentarzuwachs unterstützen die These des initialen Pushs. Denn die Facebook Pages selbst sind hinsichtlich Menge an negativen Beiträgen und Anzahl an Fans sehr unterschiedlich.
Meine Theorie zur Ursache der aktuellen Aufreger
Was ist wirklich geschehen? Ich bin davon überzeugt, dass eine oder mehrere große Communities sich abgesprochen haben bzw. - wie aus Gewinnspielmanipulationen in der Vergangenheit bekannt – einen Wettbewerb untereinander ausgerufen haben, wer die meisten Likes in kürzester Zeit schafft. Dann wurde sich vermutlich willkürlich ein Beitrag ausgesucht, innerhalb der jeweiligen Communities verbreitet und ein Startzeitpunkt festgelegt.
Meine Theorie dazu bezieht sich im Wesentlichen auf die Beobachtungen die ich in der Vergangenheit u.a. bei der McDonald’s “Mein Burger” Kampagne und dem Axe Adventskalender (2010 und 2011) gemacht habe. Ähnliche Beispiele gibt es ohne Ende, aber diese sollen hier als Beispiel genannt werden. In beiden Fällen wurden scheinbare “Spaßbeiträge” bei den Kampagnen dank einer Vielzahl an Votes auf die oberen Plätze katapultiert. Die Initiatoren dieser Pushings hatten offensichtlich Spaß an den mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen der Unternehmen, die gegen solche Angriffe nur unzureichend geschützt waren oder wollten einfach gegen eine andere Community gewinnen – just for fun.
Während von den Verantwortlichen beim Axe Adventskalender versucht wurde geschickt mit diesen Dingen (Begriffe wie “Rüttelplatte”, “Schoko Mettigel” oder “Kackel Dackel” mussten filmisch umgesetzt werden – prominenteste Community die in diesem Zusammenhang 2011 auftauchte, war die von Stevinho) umzugehen, entschied sich McDonald’s für den Ausschluss offensichtlich manipulierter Teilnehmer. Somit keine Chance für den “9gagBurger” und ähnliche Kreationen. Gewinnspiele und ähnliche Aktionen werden von manchen Communities mit zum Teil mehreren Millionen Mitgliedern gern als Machtdemonstration genutzt. Durch die Größe der jeweiligen Community können so sehr schnell in kurzer Zeit zehntausende Votes generiert werden. Jetzt scheinen diese Machtdemonstrationen auch Facebook erreicht zu haben und Unternehmen mit ihren Facebook Pages zu treffen. Da die Accounts dahinter echt sind, scheinen auch die Möglichkeiten von Facebook in diesen Fällen begrenzt zu sein. Ich war selbst längere Zeit passives Mitglied in mehreren Communities der oben beschriebenen Art mit teilweise mehr als 1 Mio Mitglieder und habe einige der Aktionen verfolgt.
Ich freue mich auf euer Feedback zu meiner Theorie und eine fruchtbare Diskussion.
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Tags: Galileo, H&M, Manipulation, McDonald's, Shitstorm, Vodafone
Juni 28th, 2012 / No Comments » / by Alexander Drebs
Seit heute gibt es vom Facebook Chat aus direkt die Möglichkeit auf die Timeline des jeweiligen Nutzers zu springen. Bisher öffnete sich bei einem Klick auf den Namen in der Chatleiste nur ein kleines Fenster zum Chatten – jetzt gibt es einen “Gehe zu [Nutzer]s Chronik” Button direkt neben der Anzeige der Verfügbarkeit.

Habt ihr die neue Funktion schon?
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Mai 25th, 2012 / No Comments » / by Alexander Drebs
Trotz zwischenzeitlich laut werdender Rufe vom Ende des Wirbels um Pinterest ist das Thema Image Bookmarking weiterhin sehr präsent.
Hinter einem bisher weniger beachteten Konkurrent, Fancy, verbirgt sich ein ausgefeiltes Modell mit hohem Potential, vor allem für den E-Commerce Bereich.
Was macht Fancy so besonders?
Im direkten Vergleich mit Pinterest ist Fancy deutlich kleiner. So verfügt das 2011 gegründete Netzwerk mit 290.000 Unique Usern über einen Bruchteil der Nutzer von Pinterest (35 Millionen UU)1. Dennoch ist das Potential enorm und Fancy wird (auch dank vor kurzem erfolgtem Launch einer deutschen Sprachversion) voraussichtlich weiter an Relevanz gewinnen. Nicht zuletzt wegen seiner einzigartigen Verknüpfung aus Image Bookmarking Tool, E-Commerce Plattform und Magazin. Damit liegt Fancy von Anfang an ein ausgeklügeltes Modell der Monetarisierung zugrunde, wonach Pinterest noch immer vergeblich zu suchen scheint.
Fancys Funktionen
Ähnlich wie Pinterest verfügt Fancy über einen eigenen Button, über den Bilder (keine Videos!) im Web in ein virtuelles Board geladen werden können. Diese können kommentiert, geliked und auf unterschiedliche Weise mit Anderen geteilt werden.
Darüber hinaus gibt es folgende Möglichkeiten:

Der Button „Kaufen“ führt interessierte User direkt in den Onlineshop des Anbieters. Außerdem können auch Auktionen und Deals auf Fancy abgewickelt werden. Auktionen sind zeitlich begrenzt und finden nur auf Fancy statt. Zum Beispiel Amazon verkauft dort Dinge, die man im Onlineshop so nicht findet.
Die Fancy Deals sind im Regelfall an das Pinnen eines Bildes gekoppelt. Danach wird ein Rabattcode freigeschaltet, der per Benachrichtigung (und bei entsprechender Einstellung auch per E-Mail) übermittelt wird und auf der Webseite eingelöst werden kann.
Beispiel:

Die Codes sind in der Regel zeitlich begrenzt und nicht personalisiert, bieten aber dem interessierten Nutzer einen direkten Mehrwert beim Shopping.
Bislang können nur Personen aus den USA Produkte verkaufen, die Erweiterung auf internationale Verkäufer ist jedoch vorgesehen. Interessierte Händler können sich auf Fancy registrieren und (auch ohne bestehenden Onlineshop) dort direkt Produkte verkaufen.
Neben der Möglichkeit, Listen anzulegen und Bilder so zu ordnen, lassen sich auch Bilder auf dem eigenen Profil über „Auf meinem Profil zeigen“ hervorheben. Dort wird diesem Bild mehr Platz eingeräumt, so dass man beispielsweise den letzten Einkauf den eigenen Followern besonders präsent machen kann. Auf diese Form der Selbstdarstellung zahlt auch „Ich besitze es“ ein.
Zusammenfassung
Fancy stellt einen sehr durchdachten Klon von Pinterest dar und hat aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten echtes Potential das Nischendasein zu beenden und zu einer wichtigen Social Commerce Plattform zu werden.
Wie ist euer Eindruck?
1 Quelle: Google Ad Planner
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Tags: Pinterest; E-Commerce; Fancy
März 4th, 2012 / No Comments » / by Alexander Drebs
In der letzten Zeit wurde viel über das neue soziale Netzwerk Pinterest geschrieben. Doch es gibt inzwischen auch schon eine ganz beachtliche Anzahl an Klonen, die zum Teil einige Schritte weiter sind. Oder sich auf einzelne Bereiche fokussieren, wie chill.com – eine Art Pinterest für Videos.
Was ist Chill?

Chill.com - Übersicht
Auch auf den zweiten Blick ähneln sich Chill und Pinterest vom ganzen Look & Feel.
Oben links gibt es ein Suchfeld. Den Hauptinhalt der Seite machen Thumbnails von aktuell beliebten Inhalten aus. Bei Chill sind das Videos.
Die Betreiber definieren Chill so:
Chill is a community where the best video — whether it’s YouTube, television or motion pictures — finds you through people you trust. The world is becoming networked and Chill is designed to make video sharing beautiful, simple and contextual. (Quelle: http://chill.com/faq#whatis)
Chill soll demnach das Teilen von Videos mit einer sozialen Komponente ermöglichen. Möglicherweise scheint diese den Betreibern bei YouTube abhanden gekommen oder zu sehr in den Hintergrund gerückt zu sein.
Wie wird ein Video innerhalb von Chill dargestellt?

Allen Videos wird innerhalb von Chill eine separate Seite gewidmet. Dort finden sich neben zahlreichen Social Buttons für Facebook, Twitter und Chill selbst ein Kommentarbereich auf der linken Seite. Dort kann man neben Text auch eine Vielzahl an Smileys hinterlassen.
Dort ist außerdem der User zu sehen, der das Video bei Chill eingestellt hat. Diesem kann man dann direkt folgen, um auch zukünftig über seine Uploads informiert zu werden.
Auch diejenigen, die sich das Video angesehen und es geshared haben, sind aufgelistet und ihnen kann gefolgt werden. So lassen sich schnell Gleichgesinnte finden, die einen ähnlichen (Video-) Geschmack haben.
Wie ist Chill zu bewerten?
Grundsätzlich bietet Chill nicht viel, was Pinterest nicht auch bieten würde. Mal abgesehen von den Smileys.
Die Views eines Videos auf Chill werden mit einem eigenen Counter gezählt. Jeder View (eines YouTube Videos auf Chill), lässt auch auf YouTube die Anzahl an Views steigen.
Wie schätzt ihr Chill ein?
Posted in: In a nutshell
Tags: Chill, Pinterest, Video
März 1st, 2012 / No Comments » / by Alexander Drebs
Nachdem Facebook am 29.02.2012 auf der Facebook Marketing Conference die Timeline (deutsch: Chronik) für Facebook Pages vorgestellt hat, häufen sich die Beiträge in den einschlägigen Blogs.
Die Timeline für Facebook Pages kann für alle Seiten über einen Hinweis (im oberen Bereich der Pinnwand) bis zum 31.03.2012 von Administratoren getestet werden. Danach werden alle Pages auf die neue Timeline umgestellt.
Eine dauerhafte Umstellung ist jedoch auch vorher möglich. Alternativ lässt sich auch der folgende Link aufrufen:
https://www.facebook.com/about/pages/
Was sich mit der neuen Timeline für Facebook Pages ändert:
I) Design
Bislang waren die grafischen Möglichkeiten auf Facebook Pages (abseits von eigenen Tabs) eher als überschaubarzu bezeichnen. Dies ändert sich mit der neuen Timeline.
Den Blickfang beim Aufruf einer Facebook Page bildet zukünftig das Titelbild. Dafür stehen in Zukunft großzügige 851 x 315px zur Verfügung.
Bei der Gestaltung sollten Betreiber von Pages auf Hinweise zu Gewinnspielen oder gar Call-to-actions (z.B. “Jetzt hier ‘Gefällt mir’ klicken”) verzichten. Dies würde einen Verstoß gegen die Facebook Richtlinien darstellen.

Facebook Page von Coca Cola mit Titelbild
Neben dem neuen Titelbild werden aber auch am bestehenden Profilbild Änderungen vorgenommen. So ändert sich die Größe des Profilbildes auf 180 x 180px.
Dabei wird nicht ein selbst gewählter Bereich des Profilbildes als Thumbnail für Status Updates verwendet (wie es bisher der Fall ist), sondern das neue Profilbild einfach auf 32 x 32px skaliert.
Das Profilbild eignet sich sehr gut dafür, dass eigene Logo darzustellen. Alternativ kann es aber auch in das eigene Titelbild integriert werden, um so ein stimmiges und optisch ansprechendes Gesamtbild zu schaffen.
Kreative Möglichkeiten, wie das Titelbild im Zusammenspiel mit dem Profilbild gestaltet werden kann, finden sich z.B. bei allfacebook.de in einer Galerie.
II) Inhalte
Neben den grafischen Anpassungen gibt es auch Veränderungen im Bezug auf die Inhalte der Pages. Konnten bisher Facebook Page Betreiber entweder nur eigene Beiträge, oder aber die Beiträge von allen Nutzern anzeigen lassen, so wird dies jetzt von Facebook vorgegeben.
Alle Beiträge einer Page werden in chronologischer Reihenfolge angezeigt. Dabei können Page Administratoren entscheiden, welche Beiträge auf der Timeline zu finden sind und welche nicht. Über den Bleistift oben rechts an jedem Beitrag lassen sich Beiträge verstecken oder sich das Datum der Veröffentlichung bearbeiten.
Dadurch lassen sich auch Gründungsjahr und wichtige Meilensteine eines Unternehmens auf der Timeline platzieren.
Ein Umschalten der default-Ansicht auf die Beiträge der User ist nicht mehr möglich. Statt dessen werden diese in chronologischer Reihenfolge im rechten Bereich unter dem Titelbild angezeigt. Dort sieht der Nutzer die Beiträge seiner Freunde, die mit der Facebook Page interagiert haben. Darunter werden die aktuellsten 4 Beiträge aller anderen Nutzer chronologisch angezeigt.
WICHTIG: Die alte Pinnwand mit den Beiträgen der Nutzer bleibt erhalten! Entgegen vieler Ausführungen in diversen Blogs verlieren die Userbeiträge nicht an Bedeutung!
Denn sie sind auch weiterhin über einen Klick auf “Höhepunkte” aufrufbar:

Übersicht über die Nutzerbeiträge auf der Timeline
Die unterschiedlichen Ansichten (Beiträge der Nutzer, Beiträge der Seite und Beiträge von Freunden) lassen sich auch über eine jeweils eigene URL aufrufen und somit auch verlinken:
Beiträge der Freunde:
http://www.facebook.com/[Pagename]?ref=ts&filter=4 (z.B. http://www.facebook.com/cocacola?ref=ts&filter=4)
Beiträge der Seite:
http://www.facebook.com/[Pagename]?ref=ts&filter=1 (z.B. http://www.facebook.com/cocacola?ref=ts&filter=1)
Beiträge der Nutzer/Fans:
http://www.facebook.com/[Pagename]?ref=ts&filter=2 (z.B. http://www.facebook.com/cocacola?ref=ts&filter=2)
Page Admins können zudem wichtige Status Updates für 7 Tage ganz oben auf der Timeline anzeigen. Dazu einfach auf den Stern in der oberen rechten Ecke eines Status Updates klicken und “Pin to top” klicken.
Der Artikel wird daraufhin für 7 Tage ganz oben angezeigt.

Pinnen eines Beitrages auf der Timeline
Um wichtigen Beiträgen mehr Raum zu geben, lassen sie sich mit einem Klick auf den kleinen Stern im oberen rechten Bereich highlighten:

Highlighten eines Status Updates
Dadurch können besonders Bilder und Videos ansprechend auf der Timeline dargestellt werden.
III) Applikationen/Tabs
Eine wichtige Änderung gibt es für Applikationen/Tabs. Diese werden nicht mehr im linken Bereich untereinander angeordnet, sondern werden unterhalb des Titelbildes angezeigt.
Wichtig: Es können nur 4 Tabs dort platziert werden, alle anderen werden erst mit einem Klick auf den Pfeil
ganz rechts sichtbar.
Von den 4 angezeigten Tabs lassen sich 3 individuell auswählen, das Tab “Photos” ist nicht veränderbar immer an erster Stelle.
Eine genaue Anleitung zur Veränderung der Reihenfolge der Tabs findet sich bei schwindt-pr.
Die Tabs verändern sich mit der Timeline von 520px auf 810px Breite. Die Länge ist weiterhin individuell wählbar. So wird den Inhalten der Tabs mehr Raum gegeben und sie lassen sich ansprechender visualisieren.
Wichtig: Die Möglichkeit eines Welcome Tabs fällts mit der neuen Timeline für Pages weg. Statt dessen gelangen Nicht-Fans und Fans bei Eingabe der Facebook URL oder über die Facebook Suche immer auf der Timeline Ansicht.
Einzelne Tabs lassen sich weiterhin per Deeplink aufrufen, so dass sich für Werbetreibende auf Facebook dahingehend nichts verändert.
Es sollte darauf geachtet werden, dass ein klickbarer Facebook “Like”-Button in zukünftige Fangates implementiert wird. Denn der (in der Timeline Ansicht von Pages neue, oben rechts angeordnete) “Like”-Button führt nicht zu einem Reload des Tabs. Diese Problematik wird durch den klickbaren Button innerhalb des Fangates gelöst.
Update (05.03.2012): Den Informationen von Allfacebook.de zufolge ist dies ein Bug und wird von Facebook bald behoben.
Die Nutzung von Fangates wird schwieriger. War es bisher so, dass sich beim Aufrufen eines Tabs und anschließendem Liken der Seite sich selbige neu geladen hat, so ist dies mit der neuen Timeline nur noch über Umwege möglich.
Ruft man als Nicht-Fan ein Tab einer Seite mit Fangate auf und klickt oben rechts auf “Like” dann wird die Seite geliked aber das Tab lädt sich nicht neu. Um diesen Vorgang durchzuführen muss über F5 die Seite neu geladen werden.
Workaround für Page Admins: Integration eines klickbaren “Like” Buttons in das Fangate. Dadurch lädt sich bei Verlinkung mit den Inhalten des Tabs die Seite auch bei Klick auf “Like” wie gewohnt neu und das Fangate funktioniert.
IV) Neuerungen
Mit der Einführung der Timeline für Facebook Pages gibt es auch einige Neuerungen, die ich kurz auflisten möchte:
- Die Nachrichtenfunktion für den Austausch zwischen Fans und Page Admins: Wer diese Funktion aktiviert, kann direkt als Facebook Page mit den Usern private Daten austauschen. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten (z.B. im CRM-Bereich).
- Das neue Admin Panel: Schöne Übersicht bei allfacebook.de dazu.
- Facebook Page Insights zum Teil öffentlich. Über einen Klick auf das Tab, welches die Anzahl der Facebook Likes einer Page anzeigt, können neben demografischen Werten auch Daten wie beliebteste Stadt, Anzahl an Usern, die über die Page sprechen und die Entwicklung im Zeitverlauf von jedermann eingesehen werden. Dazu folgt in Kürze ein weiter Blogbeitrag.
Spannende Blogbeiträge zur Timeline:
http://allfacebook.de/pages/einfuhrung-timeline-unternehmen
http://blog.schwindt-pr.com/2012/02/29/timeline-facebook-seiten/
http://www.thomashutter.com/index.php/2012/02/facebook-facebook-timeline-fur-unternehmen-die-neuen-facebook-seiten-sind-da/
http://blog.talkabout.de/2012/03/01/die-neuen-funktionen-bei-facebook-verandern-fur-unternehmen-alles/
Posted in: Facebook
Tags: Facebook, Pages, Timeline
Februar 2nd, 2012 / No Comments » / by Alexander Drebs
In unserer Zeit ist es normal geworden, mit Unternehmen und Marken über Social Media Kanäle in Kontakt zu treten. Meiner Erfahrung nach ist es inzwischen häufiger die Ausnahme als die Regel, wenn Unternehmen nicht mindestens in einem der vielen Social Media Kanäle zu finden sind.
Auch die NordWestBahn, mit deren Zügen ich täglich zwischen meinem Wohn- und Arbeitsort hin und her pendle, ist seit Anfang 2011 im Social Web aktiv.
Die Verantwortlichen haben sich für Twitter und Facebook entschieden. Im Folgenden soll eine kleine Bestandsaufnahme der Profile erfolgen und ein persönliches Fazit des Social Media Engagements der NordWestBahn gezogen werden.
Die NordWestBahn auf Facebook:
Die Facebook Page der NordWestBahn erscheint recht übersichtlich:

Es existiert eine Netiquette, welche die von der NordWestBahn festgelegten Verhaltensregeln auf der Facebook Page verdeutlicht. Zudem gibt es ein Twitter Tab. Dieses noch im alten FBML Format (und damit auf absehbare Zeit nicht mehr erreichbare) Tab spiegelt jedoch keine Tweets auf Facebook, sondern verweist lediglich auf die Twitter Kanäle des Unternehmens. Weitere Custom Tabs, wie beispielsweise ein Welcome Tab o.ä., sind nicht vorhanden.
Auffällig ist, dass der Standard Info Tab als Startreiter für Nicht-Fans der Facebook Page eingestellt ist. Was die NordWestBahn auf Facebook konkret anbietet bzw. in welcher Art und Weise das Unternehmen die Facebook Page nutzen möchte, erfährt der Nutzer hier jedoch nicht.
Die NordWestBahn_NRW auf Twitter:
Der Twitterkanal des Unternehmens verspricht “Kundeninformationen rund um die NordWestBahn für das Streckengebiet Nordrhein Westfalen”:

Eine Netiquette gibt es auf Twitter nicht. Insgesamt scheint es keine Kommunikationsrichtlinien bei der NordWestBahn zu geben, denn auch auf einfache Fragen wird auf Twitter zum Teil auf seltsame Art und Weise reagiert.
Die NordWestBahn und der Dialog:
In den letzten Monaten habe ich vielfach folgende Situation erlebt:
Der RE10 – der Niers-Express – aus Kleve fährt im Düsseldorfer Hauptbahnhof mit einem Triebwagen um 20:52Uhr ein. Dieser Triebwagen fährt in der Regel um 21:09Uhr als RE10 zurück nach Kleve. Immer häufiger kommt es jedoch vor, dass der gerade eingefahrene Triebwagen mit “Nicht einsteigen” beschriftet wird. Nachdem die Fahrgäste in Düsseldorf aussteigen konnten, fährt der Triebwagen weiter in den Düsseldorfer Hauptbahnhof hinein.
Wenige Minuten später kommt dann die Durchsage, dass der RE10 von Düsseldorf nach Kleve, Abfahrtzeit 21:09Uhr ausfällt. Um 22:09 fährt dann genau dieser Triebwagen, der die ganze Zeit innerhalb des Düsseldorfer Hauptbahnhofes etwas abseits des Bahnsteiges “geparkt” hatte, als “RE10 aus Kleve zur Weiterfahrt zurück nach Kleve” ein.
Da sich diese Praxis in letzter Zeit gehäuft hat, habe ich mir die Freiheit genommen und auf der Facebook Page der NordWestBahn nach den Gründen dafür gefragt. Der darauf folgende Dialog kann leider nur in Teilen zitiert werden, da die NordWestBahn mich als Nutzer gesperrt hat. Augenscheinlich war ihnen meine doch recht rege Aktivität auf ihrer Facebook Page zuviel.
Nach einigen konkreteren Nachfragen, in Bezug auf die Gründe für die Zugausfälle trotz vorhandenen Triebwagens im Bereich des Düsseldorfer Hauptbahnhofs, wurde versprochen, meine Fragen noch einmal an die Kollegen der Kundenbetreuung weiterzugeben. Eine Minute später war ich gesperrt. Zurück blieben nur Gesprächsfragmente.
Auf meine Frage per Twitter, warum ich denn gesperrt worden sei, erhielt ich keine Antwort. Einem anderen Nutzer wurde auf Nachfrage mitgeteilt, dass man keinen Weg gefunden habe, eine zielführende Unterhaltung mit mir zu führen. Ergänzend wurde erwähnt, dass ich wohl Facebook als Dialogplattform mißverstanden hätte.
Fazit:
Dem eigenen, in der Netiquette gesteckten Ziel, “ Im Sinne eines öffentlichen Forums werden allgemeine Themen rund um die NordWestBahn vorgestellt und diskutiert.” wird die NordWestBahn nicht gerecht. Auch im Bezug auf den Sinn eines Dialogs haben die Verantwortlichen scheinbar eine komplett andere Vorstellung als ihre Kunden.
Ein Dialog darf meines Erachtens durchaus auch kritisch sein, so lange auf einer sachlichen Ebene diskutiert wird. Statt sich mit Kritik offen auseinander zu setzen, werden kritische Nutzer einfach ausgesperrt. Ganz nach dem Motto: “Wer zu viele (kritische) Fragen stellt, fliegt.”
Ich wünsche mir, dass die NordWestBahn sich mehr an den Social Media Aktivitäten der Deutschen Bahn auf Facebook und Twitter orientiert. Denn die Mitarbeiter/innen dort zeigen, wie gute (und vor allem Kunden orientierte) Kommunikation im Social Web funktionieren kann.
Posted in: Unternehmen im Social Web
Tags: Analyse, Deutsche Bahn, NordWestBahn, Social Media, Unternehmen